Neuer Radar: Ab drei km/h zuviel wird schon geblitzt!

03. March 2020 - heute

Neuer Radar: Ab drei km/h zuviel wird schon geblitzt!

Jene neuen digitalen Radarboxen, die derzeit aktiviert werden, lassen nur noch eine Tempoüberschreitung von drei Stundenkilometern zu.

Jetzt wird es eng für Tempobolzer: 67 der 100 Radarboxen in ganz Österreich werden jetzt durch haarscharf messende digitale Geräte ersetzt. Und die Dinger kennen keine Gnade vor dem Gasfuß: Schon ab einer Überschreitung von drei Stundenkilometern wird geblitzt.

Weil die neuen Boxen mit digitaler Optik arbeiten, können sie das Tempo des erfassten Fahrzeuges besser als früher messen. Otmar Bruckner, im Innenministerium für die Radarboxen zuständig, über die neuen Wunderdinger: "Der Laser schießt quasi dem Auto nach und kann außerdem viel mehr Fotos speichern."

Boxen standen früher oft leer

Früher gab es oft Boxen, die monatelang leer standen, weil die Daten der Geräte analog ausgelesen werden mussten. Die Radarkästen kosten 30.000 Euro pro Stück. Bis 2022 sollen alle Standorte mit Laserblitzen arbeiten.

"Mister Gnadenlos", Otmar Bruckner, warnt jetzt schon die Schnellfahrer: "Wer früher auf der Wiener Tangente mit knapp unter 90 km/h beim Radarkasten ohne Ticket davongekommen ist, wird jetzt seine Wunder erleben."

Denn bisher galt: Zeigt das Cockpit eine Geschwindigkeit von 87 Stundenkilometern an, ist man tatsächlich nur mit etwa 85 km/h unterwegs. Die alten Radarboxen hatten eine Toleranz von eben rund fünf km/h Überschreitung.

Neue Boxen sind schwer zu erkennen

Die neuen grauen Kästen unterscheiden sich optisch allerdings nur geringfügig von den früheren Boxen. Lediglich an der Vorderfront gibt es zwei Sichtfelder, hinter denen sich die Technik verbirgt. Wenn man die im Rückspiegel sieht, ist es aber meistens schon zu spät…

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