Nach Zugunfall: Betrüger wollen 70.000 €

19. September 2018 - heute

Nach Zugunfall: Betrüger wollen 70.000 €

Die Kollision zwischen einem Linienbus und einem Zug heute früh nützten Betrüger sofort kaltblütig aus: Sie gaben sich am Telefon als Polizisten aus und forderten immense Summen.

Dienstagvormittag krachte es in Graz-Wetzelsdorf. Ein Linienbus raste an einem Bahnübergang in eine Zuggarnitur. Mehrere Personen wurden bei dem Unfall zum Teil schwer verletzt. Die 34-jährige Buslenkerin verstarb - "heute.at" berichtete.

Erschreckend , was sich nach der Tragödie abspielte: Falsche Polizisten riefen nur wenige Stunden nach dem Unglück bei diversen Personen an und forderten von diesen eine Überweisung in der Höhe von 70.000 Euro - die steirische Polizei warnt ausdrücklich vor dieser äußerst skrupellosen Betrugsmasche.

Polizei warnt

Die Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupteten, ein Familienangehöriger wäre in den schweren Unfall in Graz verwickelt gewesen. Es gäbe Probleme mit der Zulassung und der Versicherung des Autos. Aus diesem Grund müsste eine sofortige Kaution bezahlt werden, sonst würde der Familienangehörige festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Polizei bittet darum, derartige Telefonate sofort zu beenden und diese zu melden. Zudem fordern Beamte nie Geld am Telefon. Auch werden keine Kautionen nach Verkehrsunfällen eingehoben, um eine Festnahme zu verhindern.

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