Schon beim aktuellen BMW M5 geht BMW optisch ins Gigantische. Der „BMW M Concept Neue Klasse“ erfindet den serienmäßigen Breitbau nun quasi neu. Allein wenn man sich vorstellt, wie ausladend die hinteren Türen in einer Parklücke oder Tiefgarage öffnen, mag man grundsätzlich nur auf Rennstrecken unterwegs sein. Oder einfach nur zu zweit.
Man kreuze den neuen BMW i3 mit einem Dodge Charger und ein paar Transformers aus der Blockbuster-Serie, dann landet man in etwa hier. BMW nennt das „kraftvolle Proportionen, präzise Linien und eine muskulöse Schulterpartie mit weit ausgestellten Radhäusern“.
Wie der i3 hat auch das M Concept keine physischen Nieren an der Front, die Glasfläche wird lediglich von einem Steg unterbrochen. Die Niere wird per LEDs dargestellt, Tagfahrlichter sind hier gelb, sie werden zum neuen Erkennungszeichen künftiger BMW-M-Fahrzeuge und sind eine Anlehnung an GT-Rennfahrzeuge und den BMW M Hybrid V8. Ebenso die dreidimensionalen „Track Lights“ außen an der Frontschürze.
Dazwischen: zwei immense Lufteinlässe über einem flach über dem Asphalt liegenden Splitter. BMW spricht von „Trimaran-Stil“ und will damit die Architektur von Hochsee-Rennbooten zitieren. Die Fronthaube wird in der Mitte von Luft durchströmt, die die Abwärme der Frontmotoren abführt.
Track Lights und Trimaran-Gestaltung prägen auch die Heckschürze des M Concepts. Die Track Lights rahmen das Trimaran-Element oberhalb des freischwebenden Diffusors ein. Ein markanter Ducktail-Spoiler verbessert die Aerodynamik, erhöht den Abtrieb an der Hinterachse und setzt zugleich einen markanten Akzent, vor allem durch das „Centre Valley“. Die Zentralverschlussräder werden es wohl kaum in die Serie schaffen.
Im Exterieur und Interieur wird Naturfaser eingesetzt, die wie Carbon wirkt und auch ähnliche Eigenschaften hat, aber einen kleineren CO2-Fußabdruck.
Das Cockpit ist eine versportlichte Version des i3, also mit einem Zentraldisplay vor dem Panoramic Vision im unteren Rand der Windschutzscheibe. Die Sportsitze wurden neuentwickelt, die Querstrebe hinter den Vordersitzen wird es im Serienfahrzeug nicht geben. In einem frühen Prototypen bzw. Versuchs- und Demo-Fahrzeug, in dem wir vergangenes Jahr mitfahren durften, waren daran Haltegriffe angebracht.
Selbiges Fahrzeug hatte vier E-Motoren und insgesamt über 1000 PS, die Motoren und damit die Räder ließen sich einzeln ansteuern, sodass sich der Wagen auch in einer Gummirauchwolke um sich selbst drehen konnte.
Was den Antrieb des M Concepts und vor allem des Serien-M3 betrifft, lässt sich BMW noch nicht in die Karten schauen. Man kann sich vieles von i3 und iX3 herleiten. Etwa den 800-Volt-Akku mit 109 kWh nutzbarer Kapazität, auch wenn er über eine „M-spezifisch optimierte Variante der Gen6-Rundzellen“ verfügt für „besonders hohe Leistung bei der Energieabgabe an die Elektromotoren und beim Laden“.
Tatsächlich hat aber auch das M Concept vier Motoren, die über den Hochleistungsrechner „Heart of Joy“ verbunden sind – wie beim genannten Versuchsfahrzeug.
Vieles ist noch offen. Fest steht allerdings, dass der Name weder iM3 noch M3i noch Mi3 lauten wird, sondern schlicht M3.
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