
Vertraute Optik, neue Plattform
Äußerlich bleibt der BYD Atto 3 Evo seiner bisherigen Linie treu. Leicht modifizierte Stoßfänger, neue 18-Zoll-Leichtmetallräder und ein geschärftes Seitenprofil markieren die sichtbarsten Änderungen. Länge, Breite, Höhe und Radstand bleiben unverändert, ebenso die klar strukturierte Designsprache des elektrischen SUV. Wer nur auf das Erscheinungsbild blickt, erkennt das Facelift daher kaum.
Technisch jedoch vollzieht das Modell einen größeren Schritt. Grundlage ist nun die weiterentwickelte e-Plattform 3.0 mit 800-V-Architektur. Sie ermöglicht eine höhere Effizienz, verbesserte Raumausnutzung und deutlich gesteigerte Ladeleistung.
Mehr Leistung, schnelleres Laden
Herzstück des Facelifts ist die neue 74,8-kWh-Batterie mit Blade-Technologie (LFP). Geladen wird mit bis zu 220 kW Gleichstrom, wodurch der Energiespeicher in rund 25 min von zehn auf 80 Prozent gefüllt werden kann. Auch bei den Antrieben erweitert BYD das Angebot: Neben der Version mit Hinterradantrieb ist das Atto 3 Facelift erstmals mit Allradantrieb erhältlich.
Die Variante mit Hinterradantrieb leistet 230 kW (313 PS), beschleunigt in 5,5 s auf 100 km/h und erreicht bis zu 510 km WLTP-Reichweite. Die Allradversion kommt auf 330 kW (449 PS) und 560 Nm Drehmoment mit einem Sprintwert von 3,9 s. Die kombinierte WLTP-Reichweite liegt hier bei 470 km.
Modernisiertes Interieur und mehr Ausstattung
Im Innenraum bleibt das Grundlayout vertraut, wird jedoch funktional weiterentwickelt. Der Gangwahlhebel wandert an die Lenksäule und schafft zusätzliche Ablageflächen. Ein neu gestaltetes 8,8-Zoll-Digitalinstrument ergänzt den drehbaren 15,6-Zoll-Touchscreen mit integrierten Google-Diensten und cloudbasiertem Sprachassistenten.
Je nach Version sind nun zusätzliche Komfortmerkmale wie Head-up-Display, beheizbare Rücksitze und Panorama-Glasdach verfügbar. Auch die Assistenzsysteme zeigen sich umfangreich. Alle Daten, Fakten und Bilder zum BYD Atto 3 Evo gibt es hier.
Fazit
Optisch geht der BYD Atto 3 eher auf Nummer sicher, technisch legt er dafür spürbar nach. Mehr Leistung, schnelleres Laden und moderne Software machen das Update relevanter, als es das dezente Facelift vermuten lässt. Unterm Strich steckt hier deutlich mehr drin, als man auf den ersten Blick sieht.
Verwandte Nachrichten