Warum brauchen E-Autos eigentlich weniger Wartung?

29. Juli 2019 - Krone Zeitung

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Kein Motoröl, keine Abgasanlage, kein Keil- und Zahnriemen, keine Zünd- oder Glühkerzen - für all das muss ein E-Auto nicht in die Werkstatt. Anderes muss aber doch regelmäßig überprüft werden.

Elektrisch angetriebene Autos sind weniger wartungsintensiv als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Als Konsequenz hat E-Autobauer Tesla als erster Hersteller die regelmäßigen Serviceintervalle gestrichen. Man habe in der Vergangenheit festgestellt, dass sich 90 Prozent der Probleme am Fahrzeug aus der Ferne diagnostizieren und per Over-the-Air-Update beheben ließen, heißt es. Lediglich zur Überprüfung der Bremsen müssen die Fahrzeuge regelmäßig in die Werkstatt. Aber warum brauchen Elektroautos weniger Inspektionen?

„E-Autos haben gegenüber Verbrennern einige Komponenten weniger“, erläutert Hans-Georg Marmit, Kfz-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS. So benötigen Elektroautos beispielsweise keine Abgasanlage, keinen Keil- und Zahnriemen, keine Zünd- oder Glühkerzen. Auch Motoröl muss nicht gewechselt werden. Bei einem Verbrennungsmotor müssen Flüssigkeiten, Verschleißteile oder Baugruppen regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf ersetzt werden, auch muss der Motor auf Dichtigkeit geprüft werden. Das Triebwerk eines E-Autos ist hingegen einfacher im Aufbau, mit einer kleineren Anzahl an Teilen. „Es hat weniger Verschleiß und ist daher weniger anfällig für Störungen“, so Marmit. „Der Motor selbst ist relativ wartungsfrei.“

Trotzdem geht es auch bei einem E-Auto nicht ganz ohne Service, überprüft werden müssen wartungsintensive Teile, die auch in herkömmlichen Autos installiert sind: Brems- und Beleuchtungsanlage oder Klimaanlage. „Ein besonderes Augenmerk verdient die Batterie“, so der Kfz-Experte. „Hier geht es um den allgemeinen Zustand des Akkus, die Pole, Kabelverbindungen, Anschlüsse, Ladegeräte. Die Abstände des Checks richten sich nach dem Verschleiß.“

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