Bis zur Jahrtausendwende war Ford eine Großmacht auf dem deutschen und europäischen Automarkt. Bei uns verkauften nur VW und Opel mehr Neuwagen als die Kölner:innen. Allein 1997 waren es 380.117 Stück. Doch diese Zeiten sind längst vorbei: In den letzten Jahren hat sich der Ford-Absatz in Deutschland und Europa mehr als halbiert. 2024 entschieden sich nur noch 99.554 Käufer:innen für einen Ford – so wenige wie zuletzt 1960, dem Jahr der Einführung des Badewannen-Taunus. Zwar gab es im Vorjahr eine leichte Erholung der Verkäufe, doch in diesem Jahr verbuchte Ford bis Mai einen weiteren Rückgang um 12,6 Prozent.
Auch in Europa erodiert der Absatz: Konnte Ford 2015 noch über eine Million Neuwagen auf unserem Kontinent verkaufen, waren es zehn Jahre später nur noch 426.459 Fahrzeuge. In Großbritannien ist der Einbruch besonders dramatisch: Lag Ford 2015 mit 335.267 Neuzulassungen noch an der Spitze der Verkaufsstatistik, landete man 2025 mit nur noch 118.998 Autos auf Platz drei hinter VW und BMW.