Auto-Abos auch in Österreich am Vormarsch

20. Juli 2021 - oe24

Auto-Abos auch in Österreich am Vormarsch

Monatliche Grundgebühr deckt (fast) alle Kosten ab; Angebote nehmen Fahrt auf.

Der Markt für Auto-Abos ist zuletzt stark gewachsen -  diverse Start-ups  und  Hyundai  machten den Anfang, mittlerweile kamen auch  der VW-Konzern  und  BMW/Mini  mit dazu. Doch das dürfte nur der Anfang gewesen sein. In den nächsten 10 Jahren könnten Auto-Abos bis zu 15 Prozent der Neuwagenverkäufe ausmachen, zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG). Aufgrund der noch relativ neuen Vertriebsschiene sind Auto-Abos für Start-ups, traditionelle Hersteller und Leasingunternehmen gleichermaßen interessant. Nutzern biete der Dienst hohe Flexibilität und wenig Risiko, so BCG.

Fast alle Kosten abgedeckt
Ähnlich wie bei anderen Abo-Diensten zahlt der Verbraucher eine monatliche Gebühr für das Auto, mit der auch ein Großteil der Kosten wie Wartung, Reparaturen, Pannenhilfe, Anmeldung, Autobahnvignette, Winter-/Sommerreifen, Versicherung und Steuern abgedeckt sind. In den meisten Fällen fallen lediglich die Kosten für den Kraftstoff zusätzlich an. Beim heimischen Elektroauto-Abo-Anbieter  Vibe  sind aber sogar die Stromkosten in der Gebühr enthalten.

Flexibilität als Trumpf
Anders als bei traditionellen Leasingverträgen bieten Auto-Abos eine flexiblere Vertragsdauer, von mehreren Monaten bis zu mehreren Jahren. Dabei sinkt die monatliche Gebühr, je länger die Laufzeit ist. Bei diversen Anbietern können die Kunden während der Laufzeit ihre Autos auch wechseln. So kann man sich im Sommer beispielsweise ein Cabrio aussuchen und im Winter ein Allrad-SUV für den Skiurlaub in den Bergen.

Geteilte Nutzung als Trend
Der Dienst folge dem immer stärkeren Trend zur geteilten Nutzung in der Mobilität und dem schwindenden Interesse der Konsumenten am Besitz von Produkten, heißt es in der Studie. Auch Leasingunternehmen würden ihr Angebot bereits anpassen und beispielsweise die Mindestvertragsdauer kürzen. Durch die hohe Flexibilität könnten Neukunden an Automarken herangeführt und Käufe dadurch angekurbelt werden, so BCG.

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