
Genau das ist das Problem: Auch bei Audi weiß man nicht, wie es mit der Baureihe weitergeht, ob, wann und in welcher Form es wieder einen A8 geben wird. Fest steht nur: Der zuletzt verkaufte ist bereits Geschichte.
Das Schicksal der Baureihe ist eng verknüpft mit Porsche, denn aus Zuffenhausen hätte die Plattform des Nachfolgers kommen sollen. Wenn Porsche seine ambitionierte Elektro-Strategie nicht auf Eis gelegt hätte. Das ist viel „hätte“ – und ein echtes Problem für die Ingolstädter. Weil Porsche den Stecker zieht, steht Audi ohne Steckdose da.
Die Folge: Das einstige Flaggschiff steht auf dem Abstellgleis – ohne Motor, ohne Strom, ohne Plan.
Vom Flaggschiff zum Phantom
Die Produktion läuft zwar noch, aber nicht mehr lang. Wann die Bänder dieses Jahr zum letzten Mal angehalten werden, ist nicht bekannt. Jedenfalls viel später als ursprünglich geplant. Das Modell D5, 2017 vorgestellt, war damals Hightech pur – heute ist es einfach alt. Das letzte Facelift gab es 2022. Ein weiteres Facelift? Laut Audi „keine Option“. Ein Nachfolger? Unklar. Denn egal ob elektrisch oder mit Verbrenner – keiner weiß, wann und worauf er gebaut werden soll.
Dabei war der Weg eigentlich schon gezeichnet: Zwei elektrische Luxusmodelle sollten kommen, intern „Landjet“ und „Landyacht“ genannt. Der eine ein hochgestelltes Coupé, der andere eine Luxuslimousine. 2027 war als Startjahr fixiert. Tja.
Selbst wenn ein neuer Audi A8 kommen sollte: In der Zwischenzeit zieht die Konkurrenz davon. Die Mercedes-S-Klasse wurde gerade geliftet, für 2029 ist der Nachfolger mit Elektro- und Verbrennungsmotoren bereits bestätigt, der 7er-BMW läuft erfolgreich und wird demnächst überarbeitet. Um die Münchner braucht man sich keine Sorgen zu machen – sie sind in Sachen Strategie in diesem süddeutschen Dreigestirn am solidesten unterwegs.
In Anlehnung an den lateinischen Markennamen bleibt da nur: Quo vadis, Audi?
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