Abgasskandal: Verkehrsminister greift Daimler an

15. Oktober 2019 - Krone Zeitung

Abgasskandal: Verkehrsminister greift Daimler an

Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer hat Daimler nach der erneuten Anordnung eines Diesel-Rückrufs mit deutlichen Worten kritisiert.

Der neue Daimler-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius hat mir vor Monaten versichert, dass er bei unzulässigen Abgastechniken reinen Tisch machen wird", sagte Scheuer der „Bild am Sonntag". „Leider ist das Gegenteil der Fall."

Der Minister kritisierte die Haltung des Autobauers, die dem Motto folge: „Wir haben manipuliert, aber Behörden sucht mal schön den Fehler selbst." Er sprach von „Trickserei" und „Salamitaktik". Ein Daimler-Sprecher wollte die Aussagen nicht kommentieren.

Daimler hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen Rückrufbescheid zu Hunderttausenden weiteren Diesel-Fahrzeugen wegen einer unzulässigen Abgastechnik erlassen habe. Die Rede war von einer mittleren sechsstelligen Anzahl Mercedes-Benz-Fahrzeugen in Europa, die mit dem schon etwas älteren Euro-5-Dieselmotor mit der Bezeichnung OM651 unterwegs sind.

Genauere Angaben machte Daimler nicht. Zu den jetzt betroffenen Fahrzeugen gehören allerdings rund 260.000 Transporter des Modells Sprinter. Dass das KBA diese im Visier hat, war bereits am vergangenen Wochenende bekannt geworden.

Seit 2018 ist die Nachfolger-Generation des Mercedes Sprinter auf dem Markt:

Ich empfinde den aktuellen Rückruf von 260.000 Sprinter-Mercedes Dieselfahrzeugen als Vernebelungsaktion, wenn nach Daimler-Angaben selbst eine mittlere sechsstellige Zahl an Mercedes-Benz-Fahrzeugen in Europa betroffen ist", sagte Scheuer. Daimler müsse dem Kraftfahrt-Bundesamt Daten und Zahlen selbstständig liefern.

Das KBA hatte dem Autobauer schon 2018 auferlegt, gut 680.000 Diesel-Fahrzeuge zurückzurufen; im Juni dieses Jahres kamen dann noch einmal rund 60.000 SUVs des Typs Mercedes-Benz GLK dazu.

Nach Ansicht der Behörden ist darin eine unzulässige Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung im Einsatz. Daimler ist der Auffassung, dass seine Abgastechnik rechtlich in Ordnung sei, und will gegen den Rückrufbescheid vom Freitag wie auch gegen die vorherigen Widerspruch einlegen. Davon unabhängig kooperiere man auch im aktuellen Fall mit den Behörden, hieß es am Freitag.

Nachrichten per Tags

AbgasskandalALFA ROMEOAlpineAston MartinaudiAudi a6audi e-tronAudi Q4Audi Q4 e-tronAudi R8Audi S3AutobahnBadenbatteryBentleybikeBMWBMW 2 seriesBMW 4 Seriesbmw i3BMW i4BMW ix3BMW M2BMW M3BMW M4BMW x6BMW x7BoschBrabuscampercamper vanChinaCitroencoronaviruscustom carDaciaDacia DusterDaimlerDetroit Auto ShowDeutschlandDiebstahldieselDiesel scandaldieselgateDonald Trumpdrag raceDucatiE-AutoE-AutoselectricElektroautoElektroautosEUEuropaEuropeevFerrariFiatFordFord Mustang Mach-EFranceFrankfurt Motor ShowGeneva Motor ShowGermanyGrazhondaHybridHyundaiHyundai Ioniq 5Hyundai KonaItalienJaguarKärntenKiaKroatienKTMLamborghiniLand RoverLinzManMaybachMazdaMazda 3MclarenMecedesMeidlingMercedesMercedes C-ClassMercedes EQCMercedes S-classMiniMITSUBISHImotorcycleMotorrädMotorräderMünchenNiederösterreichNissanÖAMTCOBERÖSTERREICHÖFFENTLICHER VERKEHROpelOpel CorsaOsterreichParkenPARKPLATZPeugeotPeugeot 208Peugeot 308polizeiPOLIZEIEINSATZPorschePorsche 911Porsche CayennePorsche CaymanPorsche MacanPorsche PanameraPorsche TaycanrecallRED BULLRenaultRETTUNGSalzburgSCHWECHATSeatSkodaSkoda FabiaSkoda Octaviasmartspy shotsSTEIERMARKSteyrStrafeStraßenverkehrsupercarsSUVSwedentarifftaxitechnologyTeslaTesla model 3Tesla Model XTesla Model YtestTirolToyotatrade wartuningUberUKUnfallUnited StatesURLAUBUSAVerkehrVERKEHRSSICHERHEITVerkehrsunfallVienna AutoshowvignetteVolkswagenVolkswagen GolfVolkswagen ID.4Volkswagen PassatVolkswagen TiguanVolkswagen TransporterVolvoVWVW BeetleVW GolfVW ID.3VW TouaregVW TransporterWWien