VW Bulli: Drei Plattformen für die Transporter

26. August 2021 - Krone Zeitung

VW Bulli: Drei Plattformen für die Transporter

Irgendwann ist einfach Feierabend. Fahrzeugplattformen können nicht bis in alle Ewigkeit modernisiert werden, um sämtlichen Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Elektronik gerecht zu werden.

Genau an diesem Punkt befanden sich vor einigen Jahren die Strategen von VW Nutzfahrzeuge in Hannover, als es darum ging, wie man die Zukunft des T6 (Bulli) gestalten soll.

Das Kernmodell der Marke basiert auf einer Architektur, die mittlerweile über 20 Jahre auf dem Buckel hat und bei der eine Adaption an heutige Technik wirtschaftlich nicht mehr darstellbar ist. So kam es zu der Entscheidung, den Multivan eigenständiger zu machen. Er steht fortan auf der ursprünglich für Pkw entwickelten MQB-Plattform und erhält den Namen T7. Die Transporter-Sparte behält vorerst ihren T6. Dieser wurde jedoch, soweit es eben geht, überarbeitet und trägt fortan die Bezeichnung T6.1.

Die moderne MQB-Architektur bietet dem T7 Multivan viele Vorteile. Er wiegt bis zu 200 Kilogramm weniger und die Plattform lässt eine bessere Raumökonomie zu. Zudem können effizientere Antriebe eingesetzt werden und die neue Elektronik ermöglicht neben der Digitalisierung auch diverse Assistenzsysteme, für die der T6.1 nicht vorbereitet ist. Sogar Head-up-Display, Matrix-LED und Travel-Assist sind im T7 möglich.
Den neuen Multivan wird VW erneut in zwei Längen anbieten. In der Basis misst der Wagen 4,97 Meter, die längere Version kommt auf 5,17 Meter. Da der Radstand von 3,12 Meter (mehr als bei der Mercedes S-Klasse) gleich ist, unterscheiden sich beide Fahrzeuge nur durch ihren hinteren Überhang.

Erstmals Hybrid im Bulli
Antriebsseitig kann der Multivan erstmals hybridisiert werden und rückt damit in einen CO2-Bereich vor, der zuvor undenkbar war. Die Technik kommt vom Passat GTE. Der Plug-in-Hybrid-Antrieb liefert 160 kW/218 PS und ermöglicht dem T7, im Elektromodus bis zu 50 Kilometer weit zu fahren. Zum Marktstart im Herbst hat der Bulli-Kunde aber auch noch die Wahl zwischen zwei konventionellen Benzinern mit 100 kW/136 PS oder 150 kW/204 PS.

Einen Diesel (110 kW/150 PS) will VW allerdings erst 2022 nachreichen, nicht zuletzt ein strategischer Schachzug, um möglichst viele Kunden zum Plug-in-Hybrid zu bringen und die CO2-Bilanz zu drücken. Diese Variante wird auch die einzige sein, die auf Allradantrieb erweiterbar ist. Die klassische Kardanwelle wandert allerdings ins Technik-Museum. Zukünftig übernimmt im T7 ein Elektromotor den hinteren Antrieb.

Elektro-Basis mit Mini-Reichweite
Ganz elektrisch sind derzeit noch der Transporter und der Bus Caravelle auf Basis der alten 6.1-Plattform unterwegs. Beide Modelle lässt Volkswagen vom Spezialisten ABT umrüsten. Technikspender ist im Wesentlichen der e-Golf. Mit seiner Batterie (32,5 kWh) schaffen Bus und Transporter maximal 138 Kilometer. Vielen Handwerkern und Gewerbetreibenden, die Zufahrt zu Umweltzonen haben müssen, mag das im Tagesgeschäft meist reichen.

Deutlich mehr Reichweite, über 450 Kilometer nach dem WLTP-Zyklus, verspricht jedoch der Modulare Elektrifizierungs-Baukasten MEB. Ihn setzt Volkswagen Nutzfahrzeuge als dritte Plattform und in modifizierter Form für sein bislang emotionalstes Elektroauto ein, der ID.Buzz. In den Markt soll der einzigartige Lifestyle-Van im Spätsommer 2022 gehen. Weltpremiere ist im Februar. Die Basis fährt mit Heckantrieb, beim Allrad sitzt zusätzlich ein Elektromotor an der Vorderachse. Den ID.Buzz wird es auch als Cargo-Variante und mit langem Radstand geben.

VW-Bus in Ford-Kooperation
Für 2024 steht die Ablösung des vielseitigen Transporters T6.1 an. Das Nachfolgemodell wird zusammen mit Ford entwickelt. Man teilt sich Antriebe und Rohbau. Die Kölner stellen auf die neue Architektur (1-Tonnen-Klasse) ihren nächsten Transit Custom und den Tourneo Custom. Vorgesehen sind konventionelle, Hybrid- und später auch vollelektrische Antriebe. Transit Custom, Tourneo Custom und der neue VW Transporter werden im Rahmen der Ford-Volkswagen-Allianz gemeinsam in der Türkei vom Band laufen.

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