Die fatale Kollision passierte gegen 8.20 Uhr kurz nach der Haltestelle Pabing an einem unbeschrankten Bahnübergang. Der Pkw – ein moderner VW-Minivan, gelenkt vom Ex-ÖFB-Teamgoalie – wurde schwer beschädigt. Die knapp 25 Fahrgäste der Lokalbahn sowie der Triebwagenführer blieben unverletzt.
Das Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr Nußdorf machten sich schnellstmöglich zur Unfallstelle auf. Für Manninger kam jedoch jegliche Hilfe zu spät. Laut Polizei befreiten Ersthelfer den früheren Fußballer zwar aus dem Auto und leisteten Erste Hilfe. Auch ein Defibrillator kam zum Einsatz – vergeblich! Die Hintergründe der Kollision sind noch unklar.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft machte sich Gutachter Gerhard Kronreif zur Unfallstelle auf. Er soll den exakten Unfallhergang rekonstruieren. „Durch die Art des Fahrzeugs ist es möglich, die elektronischen Daten genau auszuwerten – und damit das Fahrverhalten des Lenkers“, sagt Kronreif.
Auch die Fahrdaten der Zuggarnitur sollen weitere Aufschlüsse liefern. Überprüft wird auch, ob der Eisenbahnübergang verordnungskonform ausgeführt ist. Fakt ist: Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich Manninger alleine in seinem Auto.
Alexander Manninger wurde am 4. Juni 1977 in der Stadt Salzburg geboren. Der spätere ÖFB-Tormann (33 Länderspiele) spielte im Nachwuchs von der Salzburger Austria. Über Vorwärts Steyr und den GAK schaffte er es im Jahr 1997 zu Arsenal London.
Es folgten Stationen bei namhaften Clubs wie AC Florenz, Espanyol Barcelona und dem FC Bologna. Nach der Übernahme der Salzburger Austria vom Getränke-Konzern Red Bull kehrte Manninger in die Mozartstadt zurück, konnte sich dort allerdings nicht dauerhaft durchsetzen. Erneut zog es ihn ins Ausland. Nach Gastspielen bei Udinese Calcio, Juventus Turin, dem FC Augsburg und dem FC Liverpool beendete er 2017 seine Karriere.
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