Mercedes C-Klasse erstmals als All-Terrain-Modell

20. August 2021 - oe24

Mercedes C-Klasse erstmals als All-Terrain-Modell

Mit erhöhter Bodenfreiheit und Allradantrieb greift der Offroad-Kombi A4 Allroad und V60 CC an.

Bisher hatte  Mercedes  nur vom  E-Klasse T-Modell eine All Terrain-Version  im Angebot. Doch nun gibt es den auf Offroad-Look getrimmten Kombi auch eine Klasse darunter. Denn kurz nach der Markteinführung der  völlig neuen C-Klasse  stellt der deutsche Hersteller auch von dieser Baureihe ein All Terrain-Modell vor. Wie beim großen Bruder gibt es den Offraod-Look nur für das T-Modell. Damit greift Mercedes erstmals den Audi  A4 Allroad  sowie den Volvo  V60 Cross Country  direkt an.

Abmessungen und Platzangebot
Aufgrund der Anbauteile und der Höherlegung hat der All Terrain gegenüber dem konventionellem C-Klasse T-Modell bei den Abmessungen leicht zugelegt. Er ist vier Millimeter länger und misst insgesamt 4.755 Millimeter. Wegen der Radlaufverkleidungen stieg die Breite um 21 Millimeter auf 1.841 Millimeter. Durch die um rund 40 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit ist das Fahrzeug mit 1.494 Millimetern auch höher geworden. Serienmäßig rollt der Offroad-Kombi auf 17 Zöllern vom Band. Auf Wunsch bietet Mercedes auch 18 oder 19 Zoll große Leichtmetallräder an. Da sich der überschaubare Größenzuwachs ausschließlich auf die Karosserie bezieht, bleibt beim Platzangebot und beim Kofferraumvolumen alles beim Alten. Das Heck birgt eine Ladekapazität von 490 bis 1.510 Litern. Die Lehne der Rücksitze ist im Verhältnis 40:20:40 teil- und umklappbar. Eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe ist serienmäßig an Bord.

Design
Außen ist der All Terrain, der auf der sportlichen Avantgarde-Linie aufbaut, zwar auf den ersten Blick als aktuelles C-Klasse T-Modell erkennbar, dennoch sorgen die Änderungen für einen eigenständigen Auftritt. Zu den Erkennungsmerkmalen zählen u.a. der Ein-Lamellen-Kühlergrill mit verchromten Zierelementen und vertikal ausgerichteten Stegen, der modifizierte Frontstoßfänger inklusive dunkelgrauem, genarbtem Kunststoffeinleger, aufgesetzte Radlauf- und Seitenschwellerverkleidungen, eine zusätzliche Chromzierleiste in der Längsträgerverkleidung, der mehrteilige Heckstoßfänger, der modellspezifische Ladekantenschutz sowie der optische Unterfahrschutz.

Interieur
Beim C-Klasse T-Modell All Terrain gehört das Avantgarde Interieur zur Serienausstattung. Für die Kunden stehen drei Farbkonzepte zur Wahl. Die Instrumententafel verfügt stets über eine Spange in Silberchrom und ein Zierteil in Diamant matt Siebdruck. Auf Wunsch sind auch andere Ausführungen erhältlich. Die Sitze verfügen über eine spezifischer Grafik. Das Multifunktions-Sportlenkrad in schwarzem Leder mit silberfarbener Blende und eine Ambientebeleuchtung sind im All Terrain ebenfalls stets mit an Bord. Das volldigitalisierte Cockpit im Stil der  neuen S-Klasse  kennen wir bereits von den herkömmlichen C-Klasse Modellen. Die Instrumententafel ist um sechs Grad zum Fahrer geneigt. Das digitale Kombiinstrument steht frei und bietet unterschiedliche Anzeigenstile. Beim vertikalen Touchscreen in der Mittelkonsole haben Käufer die Wahl zwischen einer 10,25-Zoll-(26,0 cm)- und einer 12,3-Zoll-(31,2 cm)-Ausführung. Für den All-Terrain wurde ein neuer Menüpunkt „Offroad“ gestaltet. Dort werden spezifische Inhalte wie Steigung, Neigung und Lenkwinkel dargestellt. Angezeigt werden auch die Geokoordinaten sowie ein Kompass.

Kein Blender
Ähnlich wie der A4 Allroad und der V60 CC will auch das C-Klasse T-Modell All Terrain kein Blender sein. Deshalb zählen eine um rund 40 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit sowie der Allradantrieb 4Matic zur Serienausstattung. Bis zu 45 Prozent der Motorkraft fließen an die Vorder- und bis zu 55 Prozent an die Hinterachse. In Kombination mit dem größeren Raddurchmesser und den größeren Achsschenkeln an der Vorderachse ist der Kombi Schlechtwege-tauglich und sogar für Abstecher ins leichte Gelände geeignet. Zudem besitzt der All Terrain neben Eco, Comfort, Sport und Individual zwei weitere "Dynamic Select" Programme für Fahrten abseits befestigter Straßen: Offroad ist für leichtes Gelände wie Feldwege, Schotter oder Sand ausgelegt; Offroad+ mit Bergabfahrkontrolle (DSR) empfiehlt sich laut Mercedes in etwas schwererem und steilerem Gelände. Wichtig für Gespannfahrer: Mit einer Anhängelast von bis zu 1.800 Kilogramm darf der Offroad-Kombi auch schwerere Anhänger ziehen. Als Sonderausstattung steht eine teilelektrische Anhängevorrichtung mit abschwenkbarem Kugelkopf und ESP Anhängerstabilisierung zur Verfügung.

Motoren
Neben dem Allradantrieb zählt beim All Terrain auch die Neunstufenautomatik zur Serienausstattung. Zunächst bietet Mercedes den Newcomer mit je einem Benzin- oder Dieselmotor an. Im Ottomotor kommt der neue Vierzylinder (M 254) mit integriertem Starter-Generator (ISG) zum Einsatz. Kurzzeitig kann die Leistung des Verbrennungsmotors elektrisch um bis zu 15 kW (20 PS) erhöht werden. Durch Rekuperation und die Möglichkeit, mit abgeschaltetem Motor zu „segeln“, soll der Benziner sehr effizient zu Werke gehen. Auch der Selbstzünder verfügt über einen Mildhybrid-Antrieb. Sein Vierzylinder (OM 654 M) kommt mit integriertem Starter-Generator und 48-Volt-Teilbordnetz zum Einsatz. Auch der Diesel kann rekuperieren und mit abgeschaltetem Motor segeln. Weiters ermöglicht die Elektrifizierung den Einsatz eines elektrischen Kältemittelverdichters für die Klimaanlage.

Mercedes C 200 4MATIC All-Terrain

1,5 Liter Vierzylinder-Benziner
Leistung: 150 kW (204 PS) + E-Boost (kurzzeitig) 15 kW (20 PS)
Max. Drehmoment: 300 Nm + 200 Nm (E-Boost)
Mercedes C 220 d 4MATIC All-Terrain

2,0 Liter Vierzylinder-Diesel
Leistung: 147 kW (200 PS) + E-Boost (kurzzeitig) 15 kW/20 PS
Max. Drehmoment: 440 Nm + 200 Nm (E-Boos)

Verfügbarkeit
Die Weltpremiere des neuen C-Klasse T-Modell All Terrain erfolgt auf der IAA Mobility in München (7. bis 12. September 2021). Marktstart ist Ende des Jahres. Preise hat Mercedes noch nicht verraten. Zur Orientierung. Den normalen C200 4Matic gibt es als Limousine ab 54.660 Euro – beim nur als Kombi erhältlichen All Terrain dürften 4.000 bis 5.000 Euro hinzu kommen. Natürlich sind für die auf Offroad getrimmte Variante auch alle für die herkömmlichen C-Klasse-Modelle verfügbaren Assistenzsysteme (bis hin zum teilautonomen Fahren) und Extras (3D-Navi, Head-up-Display mit Augmented Reality, Digital Light, Soundsysteme, etc.) erhältlich. Diese treiben den Preis jedoch weiter in die Höhe.

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