Yaris Cross: Das ist Toyotas neues City-SUV

24. April 2020 - oe24

Yaris Cross: Das ist Toyotas neues City-SUV

Nun steigen auch die Japaner ins Boomsegment der kleinen Crossover ein.

Eigentlich hat Toyota die Weltpremiere seines ersten City-SUVs für den Genfer Autosalon 2020 angekündigt. Doch die große Messe fiel dem Coronavirus zum Opfer. Mit etwas Verspätung haben die Japaner den kleinen Bruder von C-HR und dem RAV4 nun enthüllt. Neben Fotos gibt es auch erste Informationen zur Technik des Yaris Cross.

Bewährtes Konzept

Aus dem Namen geht bereits hervor, dass der kompakte Stadt-Crossover auf dem neuen Yaris basiert. Diese Vorgehensweise kennen wir auch von anderen Herstellern wie beispielsweise VW (Polo – T-Cross ), Ford (Fiesta – Puma ), Renault (Clio – Captur ) oder Peugeot (208 – 2008 ). Bei Toyota ist die neue Cross-Variante länger, breiter und höher als der 3,94 Meter lange Yaris, bleibt mit einer Länge von 4,18 m, einer Breite von 1,76 m und einer Höhe von 1,56 m aber kompakt. Für die Insassen gibt es bei 2,56 Metern Radstand mehr Platz im Innenraum. Hinter der gegenüber dem konventionellen Yaris breiteren Heckklappe verbirgt sich ein Kofferraum, der standardmäßig 390 Liter Volumen fasst und durch die optionale im Verhältnis 40:20:40 dreigeteilte Rückbank weiter vergrößert werden kann.

Design

Wie die ersten Fotos zeigen, ist der Name eventuell nicht ideal gewählt. Denn der Yaris Cross wirkt nicht wie ein aufgebockter Yaris, sondern wie ein eigenständiges Modell. Damit hätte er sich auch einen eigenen Namen verdient. Vorne orientiert er sich eindeutig am RAV4, wirkt aber dennoch eigenständig. Dafür sorgen vor allem die Scheinwerfer, die wir in dieser Form von Toyota bisher nicht kannten. Gleiches gilt für die schmalen Rücklichter, die per Blende miteinander verbunden sind. Für den gewünschten SUV-Look sorgen Beplankungen an den Radläufen, die um 30 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit, die quadratischen Radkästen mit bis zu 18 Zoll großen Leichtmetallräder sowie der angedeutete Unterfahrschutz.

Cockpit

Innen ist die Verwandtschaft zum Yaris hingegen deutlich erkennbar. Hier setzt auch der Yaris Cross auf miteinander vernetzte Bildschirme, auf denen alle fahrrelevanten Informationen zur Verfügung stehen: dem zentralen, weit oben platzierten Touchscreen, einem TFT-Display in der Instrumententafel sowie dem optionalen 10 Zoll großen Head-up-Display auf dem Armaturenbrett. Letzteres projiziert die wichtigsten Fahrzeugdaten, Warnhinweise wie zum Beispiel Tempolimits und die Anzeigen des Navigationssystems (kostet extra) direkt auf die Frontscheibe. Zu den weiteren Neuerungen zählt eine kabellose Lademöglichkeit für kompatible Smartphones. Positiv: Für die Bedienung von Klimaanlage und Lautstärke gibt es auch weiterhin echte Tasten. Solche finden sich auch am etwas kleineren Multifunktions-Lenkrad.

Auf Wunsch mit Allrad

Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, bietet Toyota den Yaris Cross auf Wunsch auch mit Allradantrieb an. Wie im RAV4 kommt dabei das sogenannte i-AWD-System zum Einsatz, bei dem die Hinterachse über einen zusätzlichen Elektromotor angetrieben wird. Eine mechanische Verbindung zwischen Vorder- und Hinterräder (Kardanwelle) gibt es nicht. Im Normalmodell ist der neue, 116 PS starke Hybridantrieb des neuen Yaris für den Vortrieb zuständig. Als Verbrenner kommt dabei ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner zum Einsatz, der im Atkinson-Zyklus arbeitet. Der thermische Wirkungsgrad des Motors liege bei bis zu 40 Prozent und sei laut Toyota damit sogar höher als bei vergleichbaren Dieselmotoren. Kurze Strecken können mit dem Vollhybrid auch rein elektrisch zurückgelegt werden. Genauere Daten wurden noch nicht verraten. Lediglich in Bezug auf die Effizienz gibt es Zahlen: Beim Fronttriebler sollen die CO2-Emissionen bei unter 90 Gramm pro Kilometer liegen. Auch das AWD-Modell liege unter der 100 Gramm Marke.

Verfügbarkeit

Dass Toyota mit genauen Details noch hinterm Berg hält, ist kein Wunder. Denn bis der Yaris Cross in den Handel kommt, dauert es noch. Der Marktstart erfolgt erst im Sommer 2021. Die bereits erhältlichen Konkurrenten haben also noch über ein Jahr Schonfrist.

 

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