VW Touran wird eingestellt: Nach 23 Jahren Ende für den Van

vor 5 Stunden - 14. Mai 2026, autozeitung
VW Touran
VW Touran
Der VW Touran war über Jahre eines der beliebtesten Familienautos Deutschlands – jetzt endet seine Geschichte. Warum Volkswagen den Van einstellt und ob es einen Nachfolger geben wird, sagt die AUTO ZEITUNG.

Der VW Touran galt lange als eines der praktischsten Familienautos auf dem Markt – jetzt endet seine Geschichte. Nach mehr als zwei Jahrzehnten hat Volkswagen die Produktion des Kompaktvans endgültig eingestellt.

Mit dem Touran verschwindet eines der letzten klassischen Familienautos ohne SUV-Optik aus dem VW-Programm. Medienberichten zufolge lief Ende April 2026 der letzte Touran im Stammwerk Wolfsburg vom Band. Frei konfigurierbar ist das Modell daher nicht mehr, Volkswagen bietet nur noch Lagerfahrzeuge an.

Warum VW den Touran einstellt
Gründe für das Produktionsende sind unter anderem neue EU-Sicherheitsvorschriften. Ab Juli 2026 gilt die „General Safety Regulation II Stufe C“, deren Anforderungen der inzwischen technisch in die Jahre gekommene Van nicht mehr erfüllt. Eine umfangreiche Überarbeitung hätte sich wirtschaftlich offenbar nicht mehr gelohnt.

Der Touran war für VW ein wichtiges Modell
Als der Touran 2003 auf den Markt kam, traf Volkswagen den Nerv vieler Familien. Das Modell kombinierte kompakte Außenmaße mit viel Platz, optional sieben Sitzen und hoher Alltagstauglichkeit. Insgesamt wurden über beide Generationen hinweg rund 2,3 Mio. Fahrzeuge gebaut.

Besonders in Deutschland entwickelte sich der Touran über Jahre zu einem Bestseller. Das Modell galt als typisches Vernunftauto: praktisch, übersichtlich und vergleichsweise bezahlbar. Zum Marktstart kostete der Van rund 20.000 Euro, zuletzt lag der Einstiegspreis allerdings bereits bei mehr als 42.000 Euro.

Einen direkten Nachfolger wird es wohl nicht geben
Einen klassischen Touran-Nachfolger plant VW derzeit offenbar nicht. Stattdessen könnten größere SUV wie der neue Tayron oder elektrische Modelle künftig die Rolle des Familienautos übernehmen.

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