Spritpreise in Europa: Aktuelle Benzin- und Dieselpreise hier!

2 Wochen her - 03. April 2026, autozeitung
Spritpreise in Europa: Aktuelle Benzin- und Dieselpreise hier!
Wer in Polen, Tschechien oder anderen europäischen Ländern unterwegs ist, trifft nicht nur auf unterschiedliche Spritpreise, sondern auch auf verschiedene staatliche Maßnahmen im Umgang mit den hohen Spritpreisen. Ein Überblick zeigt, wie einzelne Länder auf hohe Benzin- und Dieselpreise reagieren.

Inhalt

  • Tanken in Polen, Tschechien, den Niederlanden & Co.
  • Übersicht der Spritpreise im EU-Ausland (Tabelle)
  • Umgang europäischer Länder mit hohen Spritpreisen
  • Günstig tanken im Ausland und auf der Anreise: die wichtigsten Tipps

Tanken in Polen, Tschechien, den Niederlanden & Co.

Benzinpreise und Dieselpreise fallen in Europa je nach Land sehr unterschiedlich aus. Trotz anhaltender Preisschwankungen des Öls, die sich auch in Deutschland manchmal deutlich auf den Spritpreis auswirken, gibt es in den angrenzenden Ländern und darüber hinaus oft günstigeren Sprit zu kaufen. Wer mit dem Auto über die Grenze nach Polen, Tschechien & Co. fährt, könnte also beim Tanken Geld sparen, trotz des Irankriegs – je nachdem, in oder durch welches Land die Reise führt.

Übersicht der Spritpreise im EU-Ausland (Tabelle)

Land

Benzinpreis in €/l

(Super E5 )

Dieselpreis in €/l

Belgien

1,80

2,16

Dänemark

2,25

2,38

Deutschland*

2,07

2,27

Frankreich

1,97

2,11

Griechenland

2,04

2,06

Italien¹

1,79

2,02

Kroatien

1,59

1,69

Luxemburg

1,73

2,01

Niederlande

2,35

2,48

Österreich

1,84

2,11

Polen

1,69

1,99

Portugal

1,92

2,05

Schweden

1,77

2,24

Schweiz**

2,04

2,39

Slowakei

1,53

1,57

Slowenien

1,46

1,52

Spanien

1,73

1,88

Tschechien

1,69

1,93

Ungarn²

1,59

1,67

Stand: 16.03.2026; *18.03.2026; **18.03.2026

¹Preise vor der neu beschlossenen Senkung der Mineralölsteuer.

²Für die Betankung ausländische Fahrzeuge gelten u.U. höhere Kraftstoffpreise. 

Hinweise zur Tabelle:

Die Preisunterschiede beziehen sich auf Durchschnittswerte der jeweiligen Länder und ergeben sich nicht zwingend direkt beim Grenzübertritt. Oft gibt es in Grenznähe Angleichungseffekte, zudem Schwankungen der Preise von Tag zu Tag, nach Regionen, Marken und Uhrzeiten.

Und: Da der Diesel- und Benzinpreis – unter anderem aufgrund der zeitweise instabilen Lage des Ölpreises – teils großen Schwankungen unterliegt, kann er in den europäischen Nachbar- und Urlaubsländern nicht exakt abgebildet werden.

Umgang europäischer Länder mit hohen Spritpreisen

Die Spritpreise unterscheiden sich in Europa nicht nur im Niveau, sondern auch im politischen Umgang damit. Viele Staaten reagieren unterschiedlich auf steigende Kosten – von Steuersenkungen bis hin zu direkten Eingriffen in den Markt. Ein Überblick zeigt, wie einzelne Länder mit hohen Kraftstoffpreisen umgehen:

Deutschland

Deutschland greift inzwischen direkter in die Preisgestaltung ein: Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich – zur Mittagszeit – erhöhen. Preissenkungen sind weiterhin jederzeit möglich. Ziel ist mehr Transparenz und weniger Preissprünge im Tagesverlauf, auch wenn die Maßnahme bislang nicht zu spürbar günstigeren Spritpreisen geführt hat.

Österreich

Österreich greift ebenfalls aktiv in die Preisbildung ein, etwa durch zeitliche Beschränkungen für Preiserhöhungen (z. B. nur einmal täglich). Dadurch sollen extreme Schwankungen verhindert werden. In Österreich ist die Mineralölsteuer zudem niedriger als in Deutschland, weshalb Kraftstoffe meist um etwa 20 bis 25 Cent günstiger sind.

In Italien sind die Kraftstoffpreise vor kurzem deutlich gesunken. Die Regierung hat die Steuern auf Benzin und Diesel vorübergehend gesenkt, wodurch der Literpreis um rund 25 Cent fällt. Diese Maßnahme dient dazu, auf die stark gestiegenen Preise an den Tankstellen zu reagieren und gilt zunächst bis Mittwoch, den 8. April.

Polen

In Polen reagiert die Regierung auf steigende Spritpreise mit gezielten Entlastungen: Die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel wurde von 23 auf acht Prozent gesenkt, und das Energieministerium legt täglich einen Höchstpreis für Kraftstoffe fest. Dadurch sollen die Preise um rund 28 Cent pro Liter sinken.

Slowenien

In Slowenien bleibt Tanken aktuell relativ günstig, da die Spritpreise bis mindestens 7. April gedeckelt sind. Ein Liter Benzin kostet etwa 1,62 Euro, Diesel etwa 1,81 Euro.

Günstig tanken im Ausland und auf der Anreise: die wichtigsten Tipps

  • Spritpreise vergleichen: Ein Blick auf die Tabelle (siehe oben) zeigt, ob das Zielland oder Transitländer günstigere Kraftstoffpreise bieten. Je nach Route kann es sich lohnen, bereits in Deutschland zu tanken oder erst am Zielort. So lassen sich ohne großen Aufwand Kosten sparen.

  • Tank-Apps nutzen: Preisvergleichs-Apps helfen dabei, den aktuell günstigsten Spritpreis entlang der Reiseroute zu finden, auch über Grenzen hinweg.

  • Regionale Preisunterschiede beachten: Auch im europäischen Ausland variieren die Spritpreise teils stark regional. Besonders an Autobahnen sind Kraftstoffpreise häufig deutlich höher als im Umland.

  • Optimalen Zeitpunkt wählen: Laut ADAC sind Benzin- und Dieselpreise aktuell zwischen 19 und 20 Uhr sowie 21 und 22 Uhr am niedrigsten. Morgens gegen 7 Uhr liegen die Preise dagegen oft sechs bis sieben Cent über dem Tagesdurchschnitt.

  • Autobahntankstellen meiden: Der ADAC rät, vor längeren Autobahnfahrten bereits am Abfahrtsort zu tanken. Direkt an der Autobahn tanken ist am teuersten: rund 40 Cent mehr pro Liter als abseits.

  • Autohöfe als Alternative: Autohöfe wenige hundert Meter neben der Autobahnausfahrt bieten häufig deutlich günstigere Kraftstoffpreise. Aber: Tankstellen nahe Ausfahrten sind zwar deutlich günstiger, im Schnitt jedoch immer noch etwa zwei Cent teurer als im übrigen Straßennetz.

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