Fast 750.000 Autos: Schon wieder Rückruf wegen Brandgefahr bei BMW

vor einer Stunde - 28. Juli 2026, Krone Zeitung
Fast 750.000 Autos: Schon wieder Rückruf wegen Brandgefahr bei BMW
Bei mehreren BMW-Pkw können Probleme am Starter zu Fahrzeugbränden führen. Die betroffenen Autos müssen nun in die Werkstatt.

744.234 Fahrzeuge ruft BMW weltweit wegen möglicher Brandgefahr zurück. In Deutschland sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 42.300 Autos betroffen, in Österreich kann man von rund 4000 ausgehen.

Zurückgerufen werden Modelle der Baureihen 2er bis 7er sowie Z4 und X3 bis X7, jeweils aus dem Produktionszeitraum 31. Juli 2020 bis 26. Februar 2026. Auf der KBA-Seite ist auch der BMW i3 angegeben.

Grund für den Rückruf sind durch Abrieb verursachte Ablagerungen im Starterrelais. Diese können den elektrischen Kontaktwiderstand erhöhen und in der Folge einen Kurzschluss mit erhöhter Brandgefahr auslösen.

In der Werkstatt wird der Motorstarter ersetzt. Sach- oder Personenschäden sind nach Angaben des KBA bislang nicht bekannt.

Es ist nicht der erste weltweite Rückruf wegen Brandgefahr, den BMW durchführt. Und auch nicht der erste mit dem Starter als Ursache. Erst im September vergangenen Jahres riefen die Münchner Hunderttausende Autos in die Werkstatt (darunter knapp 19.000 in Österreich, 136.500 in Deutschland). Damals waren Exemplare fast aller Baureihen betroffen, die zwischen September 2015 und September 2021 gebaut wurden. Die Gefahrenursache war damals eine andere: eindringendes Wasser.

Anfang 2026 war es wieder der Starter und es war wieder Brandgefahr bei Hunderttausenden Autos. Das Starterrelais aus der Bauzeit Juli 2020 bis 2022 konnte überhitzen (betroffene Exemplare in Österreich: 1124). Nur zwei Wochen später der nächste Rückruf wegen Brandgefahr, diesmal wegen mangelhafter Verlegung des Cockpit-Kabelbaums bei gut 300.000 Fahrzeugen, die zwischen Juni 2022 und Dezember 2025 vom Band gelaufen waren.

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