BMW-Rückruf (März 2024): Rückruf wegen Defekt an Bremsanlage

1 Monat, 1 Woche her - 14. März 2024, autozeitung
BMW-Rückruf (März 2024): Rückruf wegen Defekt an Bremsanlage
BMW-Rückruf im März 2024: ABS und DSC können ausfallen. Zudem gibt es auch Probleme mit dem Airbag bei Youngtimern.

Wegen eines möglichen Defekts an der Bremsanlage ruft BMW im März 2024 fast 47.000 Fahrzeuge in Deutschland zurück. Zeitgleich werden auch rund 20 Jahre alte Fahrzeuge zum Airbag-Tausch in die Werkstatt gebeten. Alle Infos!

Bmw-Rückruf 2024: Mängel An Airbag & Bremssystem
Aufgrund eines möglichen Defektes an der Bremsanlage ruft BMW im März 2024 knapp 47.000 Fahrzeuge in Deutschland zurück. Vom Rückruf betroffen sind zehn Baureihen, die nach Juni 2022 und bis Januar 2024 produziert wurden. Hier können Brems-Regelfunktionen wie das Antiblockiersystems (ABS) und die dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) zu Problemen führen.

Erst kurz zuvor hat der Automobilhersteller in Deutschland 70.000 Fahrzeuge aufgrund von Airbag-Problemen zurückrufen müssen. So waren von diesem Rückruf unter anderem die 1er-, 3er und X3-Reihe der Baujahre 2004 sowie 2005 betroffen, aber auch X5/X5 M, X6/X6 M, 5er, 7er sowie ein Modell von Rolls-Royce. Hier könnte es einen Defekt am Gasgenerator des Fahrerairbags geben, der beim Auslösen zu einem unkontrollierten Entfalten führen kann. Mit den Airbag-Systemen des japanischen Unternehmens Takata gab es bereits mehrfach Schwierigkeiten. BMW kontaktiert die Kunden:innen, die dann zeitnah einen Termin in einer Werkstatt ausmachen sollten. 

BMW-RÜCKRUFE 2022: SOFTWARE-FEHLER & MÄNGEL AM GURTSTRAFFER

  • BMW muss im Mai 2022 weltweit mehr als 61.000 Autos wegen eines Software-Fehlers zurückrufen. Das betreffe die Modelle X3, X4 und 5 aus den Baujahren 2016 bis 2022, wie aus Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht. Von den weltweit 61.714 Fahrzeugen seien in Deutschland 12.721 vom BMW-Rückruf betroffen. Das fehlerhafte Softwareupdate könne zum Drehmomentverlust und Motorausfall führen. Es gebe bisher keine Sachschäden, zudem sei niemand verletzt worden. Ein BMW-Sprecher sagte am Donnerstag, 26. Mai 2022, betroffene Kund:innen würden eine Nachricht bekommen, ihr Auto in die Werkstatt zu bringen. Dort werde die Software dann neu programmiert.

  • Im April 2022 gab BMW einen Rückruf von verschiedenen BMW und Mini-Modellen bekannt. Bei der Kernmarke betrifft es 3er, 3er Touring sowie M3 (G20, G21, G80), das 4er Gran Coupé (G26), den Z4 (G29), X1 (F48), X2 (F39), i3 (i01) und 2er Gran Tourer (F46). Außerdem müssen auch Mini Fünftürer (F55), Clubman (F54), Cabrio (F57) und Coutryman (F60) in die Werkstatt. Autos, die zwischen dem 11. Januar und dem 3. März 2022 gefertigt wurden, bekamen einen möglicherweise mangelhaften Gurtstraffer verbaut, der nun ausgetauscht werden soll. Gut 5600 Autos in Deutschland sollen laut BMW davon betroffen sein, wovon sich aber erst etwas mehr als 3000 in Kundenhand befinden. Die werkseigenen Aktionscodes hierzu lauten: 0072430200 (BMW), 0072450200 (BMW i) und 0072440200 (Mini).

BMW-RÜCKRUFE 2021: MÄNGEL BEI IX3 & 3ER-REIHE

  • Ein BMW-Rückruf im Juli 2021 (KBA-Referenznummer: 010825, BMW-Aktionscode: 0061030600) betrifft in Deutschland 2040 BMW iX3 aus dem Produktionszeitraum Juli 2019 bis Mai 2021, von denen sich bereits 520 in Kundenhand befinden sollen. Weltweit sind rund 5400 Fahrzeuge des in China produzierten E-SUV von dem Rückruf betroffen. Konkret geht es um einen sporadisch auftretenden Software-Fehler, der im Falle eines schweren Unfalls zu einer Überspannung und so zu Beschädigungen von Steuergeräten und Bauteilen des 12V-Bordnetzes führen kann. Sicherheitsrelevante Funktionen wie Warnblinker, Beleuchtung und der automatische Notruf könnten im schlimmsten Falle ausfallen. Noch nicht ausgelieferte Fahrzeuge werden noch vor der Auslieferung optimiert, bereits ausgelieferte Fahrzeuge bekommen in der Werkstatt das Steuergerät neu programmiert, was rund 40 Minuten dauern soll.

  • Wie Mitte Februar 2021 zuerst der Focus berichtete, ist die BMW 3er-Reihe (E90/E91/E92/E93) von einem Rückruf wegen Brandgefahr betroffen (Aktionscodes: 0061830500, 0061660400 und 0061830400). Zwischen Juli 2004 und Juni 2012 produzierte Fahrzeuge könnten wegen einer fehlerhaften Steckverbindung in Brand geraten. In Deutschland sind 430.000, weltweit weitere 115.000 Fahrzeuge betroffen. Konkret geht es um die Verbindung zwischen Kabelbaum und Gebläseregler der Heizungs- und Klimaanlage. Hier kann es aufgrund von Reibkorrosion zu einer Überhitzung oder gar zur Schmelze des Kontakts kommen. Für den Werkstattaufenthalt veranschlagt BMW rund eine Stunde. Die Steckverbindung wird geprüft und im Notfall ausgetauscht. Sollte der Gebläseregler bereits beschädigt sein, wird auch dieser im Zuge des Rückrufs ausgetauscht. 

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