
2107 PS, 431 km/h Spitze, 1,72 Sekunden von null auf hundert - der Rimac Nevera war schon bisher so etwas wie das Maß der Dinge, wenn es um elektrische Gewalt auf Rädern ging. Jetzt legt der kroatische Hersteller noch eins drauf – und zwar für eine extrem kleine, sehr exklusive Zielgruppe.
Die Nevera R Founder’s Edition ist auf zehn Exemplare weltweit limitiert. Jedes davon ein Unikat, jedes von Hand gefertigt und vom Käufer in persönlicher Zusammenarbeit mit Firmengründer Mate Rimac höchstselbst und Chefdesigner Frank Heyl gestaltet.
Der „Founder’s Club“, wie Rimac das nennt, ist mehr als eine Kundenliste – es ist eine Art geheime Bruderschaft der Superreichen. Die Mitglieder dürfen nicht nur ihr Auto im Rimac-Campus in Zagreb mit höchstkarätiger Unterstützung selber zu Ende designen, sondern erhalten einen Firmenausweis mit Zutritt zu Bugatti Rimac. Dazu kommen Einladungen zu Produktvorstellungen, Rekordfahrten und sogar Strategiegesprächen mit dem Management. Wer hier dabei ist, bekommt den exklusivsten Zugang, den die Autoindustrie derzeit zu bieten hat.
Optisch bleibt der Nevera R kompromisslos – aber noch raffinierter. Eine zweifarbige Lackierung mit hauchdünnem Mittelstreifen (an der schmalsten Stelle nur zwei Millimeter breit!) teilt die Silhouette und betont die extreme Keilform. Das Dach trägt dezente Leiterplatten-Grafiken, die an die elektrische DNA des Autos erinnern. Im Innenraum erzählen bestickte Türverkleidungen die Geschichte des Unternehmens – von der Garagenzeit bis zum Hypercar-Zeitalter.
Individualisierung? Na klar. Von handbemalten Oberflächen bis zu Lederfarben, die speziell für einen einzelnen Kunden angefertigt werden. Einer wünschte sich violettes Leder im ganzen Innenraum – kein Problem. Ein anderer wollte ein Indigoblau aus seinem Oldtimer – Rimac hat’s exakt nachgemischt.
Unter der Carbon-Karosserie arbeitet das bekannte Viermotoren-System mit 2107 PS, das schon 24 Weltrekorde gebrochen hat. Dank Torque Vectoring und neu abgestimmtem Fahrwerk wurde der Nevera vom Hyper-GT zum waschechten Hypersportwagen weiterentwickelt.
Und weil Rimac nichts dem Zufall überlässt, bekommt jeder Käufer eine Fahrerschulung vom Werksteam, inklusive persönlicher Übergabe durch Mate Rimac selbst.
Innerhalb einer Woche waren alle zehn Autos vergeben. Preis? Streng geheim – aber man darf getrost annehmen, dass die Zahl siebenstellig ist. Dafür gibt’s nicht einfach ein Auto, sondern eine Eintrittskarte in die vielleicht exklusivste Garage der Welt.
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