So sieht die Neuauflage der legendären „Ente“ aus

2 hours ago - 12. October 2026, Krone Zeitung
So sieht die Neuauflage der legendären „Ente“ aus
Die „Ente“ ist zurück“! 1948 wurde der Citroen 2CV auf dem Autosalon in Paris präsentiert, fuhr in die Herzen der Fans. 78 Jahre später lassen die Franzosen die Legende wieder auferstehen, auf der Stellantis Brand Night am Vorabend des Autosalons wurde der neue 2CV präsentiert. Zumindest die seriennahe Studie, 2028 soll es für rund 15.000 Euro losgehen.

„Es ist die Wiedererfindung einer europäischen Ikone“, verkündete Antonio Filosa bei der Präsentaion im Hangar Y am Rande von Paris. Der Stellantis-CEO hat nicht übertrieben: Die „Ente“ war einst Frankreichs Antwort auf den VW Käfer, wurde ab 1949 zum weltweiten Erfolg, erst im Jahr 1990 lief der letzte 2CV vom Band. Nach über 5,1 Millionen gebauten Stück.

Der Blick zur französischen Konkurrenz von Renault hat Citroen nun offenbar motiviert, selbst in die Retro-Kiste zu greifen: Der 2CV wird 2028 auf die Straße zurückkehren. Nun als leistbares E-Auto aus Europa für Europa. Der Klang von Hupe und Elektromotor erinnert an den historischen 2CV.

Mit 3,76 Metern Länge ist die neue „Ente“ sogar zehn Zentimeter kürzer als die Vorgängerin. Deren Form wurde aufgegriffen, an der Front finden sich freistehende runde Scheinwerfer, integrierte Luftöffnungen sowie sichtbar platzierte Scheibenwischer.

Faltdach und „Eierbecher“

Ein Stoff-Faltdach sorgt für Licht (wenn es offen ist), im Cockpit leuchtet ein 8-Zoll-Touchscreen, „Radioën“ heißt das herausnehmbare Radiosystem. Die Türablagen sind für den Transport von Eiern ausgelegt, einst eine der wichtigsten Anforderungen im Alltag der alten „Ente“.

Die Bedienelemente sitzen an einem an die Lenksäule angeflanschten Zylinder, der Gangwahlhebel erinnert an die Krückstock-Schaltung der alten Ente. Und natürlich ist auch die Hupe nicht mittig im leicht ovalen Lenkrad untergebracht, sondern im Blinkerhebel. Kleiner Gag im Fußraum: Das Bremspedal ist vorne mit einer Schildkröte verziert. Das Fahrpedal mit einem Hasen. Das sei „eine augenzwinkernde Anspielung auf die Freiheit, langsam oder schnell unterwegs zu sein“, so die Erläuterung aus Paris.

Das Zielgewicht der Neuen soll bei rund einer Tonne liegen, über die technischen Daten verraten die Franzosen sonst noch nicht viel. Anzunehmen ist, dass die „Ente“ der Zukunft auf der neuen Stellantis-Plattform namens E-CAR stehen wird. Diese ist für kostengünstige Elektroautos gedacht.

„Den 2CV neu zu erfinden bedeutet nicht, ein Auto der Vergangenheit zu kopieren“, versichert Citroen-CEO Xavier Chardon, „es bedeutet, die Eigenschaften neu zu interpretieren, die ihn einst einzigartig gemacht haben: seine Einfachheit, seine Zugänglichkeit und die Freiheit, die er seinen Nutzern schenkte.“

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