Vorhang auf für den Mercedes VLE: Der elektrische Luxus-Van beerbt die Mercedes V-Klasse und baut auf der gänzlich neuen Van-Architektur des Herstellers auf. Der VLE setzt auf 800-V-Technik und kommt gleich zum Marktstart in zwei Leistungsstufen. Der 200 kW (272 PS) starke VLE 300 markiert den Einstieg. Mercedes gibt hier eine Reichweite von 700 km (WLTP) an.
Nicht ganz so hoch dürfte die Reichweite beim VLE 400 ausfallen, der mit einem stärkeren Elektromotor (305 kW / 415 PS) vorfahren darf, denn beide Varianten greifen auf eine 115 kWh große Batterie zurück. Später soll eine 80-kWh-Batterie das Angebot nach unten hin erweitern. Mit einer Ladeleistung von über 300 kW – einen genaueren Wert nennt Mercedes an dieser Stelle nicht – soll der VLE in 15 min rund 320 km Reichweite nachladen können.
Der Mercedes VLE strahlt Luxus pur aus
Beim VLE rückt Mercedes den Luxus in den Vordergrund. Das wird bereits beim Design deutlich, denn die Karosserie zeigt sich aalglatt gezeichnet mit einer großzügigen Menge an Chrom-Zierleisten und Leuchtelementen. Die Frontpartie mit ihrer XXL-Kühlergrill-Fassade im Stile des GLC EQ wird um einen stehenden Mercedes-Stern auf der Haube ergänzt. Im Profil kommt der Van ohne Verwerfungen aus. Die geschwungene Linienführung mündet in einer illuminierten und abgerundeten Abrisskante am Heck des VLE, die die Heckscheibe umrandet und sowohl die Rückleuchten als auch die Bremslichter beinhaltet. Die strömungsgünstige Gestaltung zahlt sich aus: Mit einem cW-Wert von nur 0,25 ist der Van in etwa so windschnittig wie eine Limousine.
Variabler Innenraum mit großzügiger Displaylandschaft
Im Innenraum trumpft der Mercedes VLE mit einem modernen und variablen Ambiente auf. Mehrere Ausstattungslinien, die sich in Aufbau und Funktionsumfang unterscheiden, stehen zum Marktstart des Mercedes VLE zur Auswahl. Dabei sind je nach Variante unter anderem kabellose Lademöglichkeiten, zusätzliche Staufächer oder temperierbare Ablagen integriert. Das Cockpit ist klar strukturiert und wird optional durch den sogenannten MBUX-Superscreen ergänzt, der sich über weite Teile der Armaturentafel erstreckt und mehrere Displays umfasst. Er setzt sich aus einem 10,25 Zoll großen Instrumentendisplay, einem 14 Zoll großen Zentraldisplay und einem optionalen Beifahrerdisplay (ebenfalls 14 Zoll) zusammen.
Auch die Anordnung des Fonds und der dritten Sitzreihe ist konfigurierbar. Über den Infotainmentbildschirm lassen sich die Sitze ferngesteuert und per Rollensystem anordnen. Vordefinierte Konfigurationen zielen etwa auf maximalen Komfort (Beinfreiheit) oder Gepäckraumnutzung ab. Apropos: Der Kofferraum fasst mindestens 795 l. Werden alle Sitze im Fond entfernt, stehen maximal 4095 l zur Verfügung. Einen Preis oder Marktstart-Termin nennt Mercedes noch nicht.
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